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29.12.2005

Quelle:Darmstädter Echo

„Je eher, desto besser“

Mindestens 640 Lkw-Fahrten pro Jahr entfallen

Mehr Lärm am Kranichsteiner Bahnhof? Als das ECHO im November über die Pläne des Darmstädter Forstamtes berichtete, sein eingeschlagenes Holz vermehrt mit der Bahn abzutransportieren, kochten rund um die Parkstraße die Emotionen hoch.

„Das gibt ja noch mehr Rangierbetrieb“, fürchtete beispielsweise Anwohnerin Sabine Schröder. Heute hat sich ihre Sorge zerstreut: „Mit der neuen Regelung bin ich sehr zufrieden.“

Der Plan, den die Forstämter von Langen, Dieburg und Darmstadt, der Verein des Eisenbahnmuseums sowie das hessische Verkehrsministerium gemeinsam auf die Beine gestellt haben, klingt vielversprechend:

Ab dem Frühjahr 2006 sollen jährlich mindestens 8000 Kubikmeter Holz vom Standort Kranichstein aus in alle Welt gebracht werden. Bisher geschah das vor allem mit Lastwagen, die die Eichen- oder Buchenstämme zum Hauptbahnhof oder zum Rheinhafen nach Gernsheim brachten.

Das soll sich nun ändern. Im Wald, einen Kilometer nordöstlich von Kranichstein, haben bereits die Sondierungsarbeiten für den Neubau einer Verladerampe begonnen.

„Gleich nach der Weihnachtspause werden wir den Auftrag verteilen“, sagt Arnulf Rosenstock, Leiter des Darmstädter Forstamtes. Bis Februar soll das rund 80 000 Euro teure Projekt abgeschlossen werden. „Je eher, desto besser.“ 64 150 Euro zahlt das Land.

Mindestens 640 Lkw-Fahrten pro Jahr durch Kranichstein und die Innenstadt werden dadurch entfallen. Die Züge rollen mit ihren Waggons einfach in den Wald am Arheilger Viehtrift und holen das Holz direkt ab. Weit weg vom Wohngebiet und damit außer Hörweite. Buchen für Dänemark, Schweden und Italien, Industrieholz für Österreich oder Eichen für französische Barriquefässer.

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