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05.05.2002

IVDA Presseerklärung:

IVDA für Straßenbahnausbau Arheilgen

Aufruf zum Boykott der Unterschriftenaktion der IG Frankfurter Landstraße

Der Verein für Innovative Verkehrssysteme Darmstadt e.V. (IVDA) setzt sich für einen schnellstmög-lichen Ausbau der Straßenbahntrasse im Norden Arheilgens und der damit verbundenen Erweiterung der Linien 6, 7 und 8 ein. „Dieser Ausbau schließt alle Teile Arheilgens besser an den Ortskern, die Darmstädter Innenstadt sowie die Haltepunkte der Bahn an und ist somit unverzichtbar für die Stadt-entwicklung“, so Stefan Opitz. „Außerdem eröffnen sich durch den Wegfall der Wendeschleife plane-rische Möglichkeiten, die den Ortskern und den Einzelhandel langfristig stärken“. Im Zusammenspiel des Ausbaus mit dem geplanten Ringbussystem, welches die Hardt und das Neubaugebiet A24 inklu-sive Aldi-Supermarkt anbinden soll, erwartet der Verein weitere positive Entwicklungen für Arheil-gen. Nicht nur einen Rückgang des Autoverkehrs von und nach Darmstadt sowie des Durchgangsver-kehrs, sondern auch innerhalb Arheilgens könne dadurch erreicht werden.

Verärgert ist der IVDA über die Kampagne gegen die Straßenbahn durch die sog. „IG Frankfurter Landstraße“ (IG-FL), die durch gezielte Fehlinformationen und populistische Formulierungen ver-sucht, die Gesamtbevölkerung gegen das Projekt aufzubringen. Der Versuch einer Kontaktaufnahme zwecks klärendem Gespräch scheiterte, da die IG-FL öffentlich nur unter diesem Namen mit Leser-briefautorkürzeln, aber ohne Kontaktadresse auftritt.

„Faktisch und konzeptionell hat die IG-FL nichts greifbares vorzuweisen. Hier wird mit großem Aufwand Stimmung gegen ein Verkehrsmittel erzeugt, welches die Verfasser wohl selbst nie benutzt haben“ meint Opitz. Die sich in regelmäßigen Abständen wiederholenden Argumente der IG-FL wie Anliegergebühren, Bauschäden durch Erschütterungen und schlechte Auslastung der heute fahrenden Busse seien bei genauer Betrachtung hinfällig. Die vorliegenden Fakten besagten nicht nur, daß das Fahrgastpotential den Weiterbau rechtfertige, sondern das die zu zahlenden Anliegergebühren beim auch von der IG-FL ursprünglich geforderten Rückbau der Frankfurter Landstraße durch die Straßen-bahn niedriger seien als ohne den Weiterbau. Weiterhin seien die Befürchtungen, daß durch Erschüt-terungen Schäden an Häusern entstehen könnten, nicht haltbar. Opitz: „Falls dies so ist, müßten halb Bessungen und Eberstadt einsturzgefährdet sein. Das ist nicht zu erkennen, obwohl hier kein moder-nes schwingungsarmes Flüstergleis liegt, wie es in Arheilgen durchgängig gebaut werden soll“.

Unredlich nennt der Verein dagegen die gezielt gestreuten Fehlinformationen. Von jährlichen Mehr-kosten von 10 Millionen (ohne Währungsangabe) für die Straßenbahn nach Kranichstein könne bei-spielsweise keine Rede sein. Daher fordert der IVDA die Bürger auf die Unterschriftensammlung der IG-FL zu boykottieren und sich unter www.ivda.de/arheilgen für die Straßenbahn auszusprechen und sich weiter zu informieren. Opitz: „Wer wie die IG-FL in einem Stadtteil mit 20.000 Einwohnern 151 Unterschriften als Argument anführt, macht keinen seriösen Eindruck. Das Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel muss gefördert werden und darf nicht an unbegründeten Einzelinteressen scheitern.“

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