Hintergrund

Ob nach einem Kneipen- oder Disco-Besuch, auf dem Heimweg von Freunden oder sogar auf dem Weg zur Arbeit, die Mobilität der Bürgerinnen und Bürger beschränkt sich schon lange nicht mehr auf einen Zeitraum von 6 bis 24 Uhr. Wer sich jedoch außerhalb dieser Zeitspanne bewegen will, ist ohne Auto vielfach aufgeschmissen – denn ein Alternativangebot ist oft nicht vorhanden.

Besonders betroffen sind davon die Personen, die keinen Führerschein besitzen und/oder sich ein Auto nicht leisten können oder wollen. Darunter fallen insbesondere Schüler, Studenten, Sozialhilfeempfänger und Behinderte. Jedoch auch für alle anderen Bürgerinnen und Bürger bedeutet es eine Einschränkung, denn unbeschwertes Feiern ist nur selten möglich.

Erstes Angebot im Sommer 2001

Die Darmstadt-Dieburger Nahverkehrsorganisation hat darauf im Sommer 2001 erstmals reagiert und in den Nächten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag das Fahrtangebot bis 2 Uhr ausgedehnt. Bedient werden dabei die Grundlinien im Raum Darmstadt-Dieburg im Stundentakt, mit einem gemeinsamen Knoten am Darmstädter Luisenplatz (Linienplan auf dadina.de).

Seitdem wurden noch kleine Anpassungen vorgenommen, an denen der IVDA wesentlichen Anteil hatte. Der größte Erfolg war dabei, dass es seit dem Fahrplanwechsel 2002 den Nachtverkehr auch vor gesetzlichen Feiertagen gibt. In anderen Fällen deckte der IVDA massive Mängel in der Fahrplangestaltung des Nachtverkehrs auf, die zu einem dauerhaften Anschlussverlust führten.

Angebot weder regional noch überregional zufriedenstellend

Die Vorstellung des IVDA, dass es an allen Tagen ein Grundangebot bis 2 Uhr und einen durchgehenden Verkehr an stark frequentierten Tagen geben soll, konnte jedoch bisher nicht verwirklicht werden. Und auch überregional (z.B. nach Frankfurt, Mannheim und Wiesbaden) fehlt ein vernünftiges Nachtangebot insbesondere an den Wochenenden.