Wie das Darmstädter Echo in seiner heutigen Ausgabe berichtet, wollen sich Vertreter der Region Starkenburg am Dienstag, 2. März, auf den Weg nach Berlin machen, um vor dem Bundesverkehrsausschuss für einen Darmstädter ICE-Halt zu werben. Neben Oberbürgermeister Peter Benz werden die Landräte Horst Schnur (Odenwald), Matthias Wilkes (Bergstraße) sowie der Kreisbeigeordnete Rolf Meyer (Kreis Darmstadt-Dieburg) den Weg an die Spree antreten. Dabei soll unter anderem dem Vorsitzenden des Ausschusses, Eduard Oswald (CDU), die Broschüre „Nächster Halt Darmstadt“ übergeben werden, in der auf zwanzig Seiten alle wichtigen Argumente für eine Anbindung des Hochgeschwindigkeitszuges an die Region dargestellt werden.
In einer heute veröffentlichten Pressemitteilung der Stadt Darmstadt wirft der zuständige Stadtrat Dieter Wenzel der Deutsche Bahn vor, bei der Planung der ICE-Neubaustrecke Frankfurt-Mannheim mit Tricks zu arbeitet. So wurden im Zuge der umwelttechnischen Otimierung zwei neu Tunnelbauwerk bei der von der Stadt Darmstadt und der Region Starkenburg favorisierten Variante VI eingeplant, die die Kosten massiv in die Höhe treiben. Den Nutzen der Bauwekre hält Wenzel dagegen für eher gering: "Diese irrsinnig teuren Tunnelbauwerke wurden von der Bahn nur geplant, um anschließend aus Kostengründen verworfen zu werden. Man muss sich ernsthaft fragen, ob die Bahn das Raumordnungsverfahren ergebnisoffen betreibt."
Darmstädter Echo und Frankfurter Rundschau berichten heute übereinstimmend, dass die Bundesregierung nach Einschätzung des CDU-Bundestagsabgeordneten Andreas Storm kaum Nachteile sieht, wenn die Bahn die neue ICE-Trasse am Darmstädter Hauptbahnhof vorbeiführt. "Rot-Grün lässt Darmstadt links liegen", kommentiert Storm die Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage.
Selbst wenn der ICE an Darmstadt vorbeifahren würde, sei die Region über die Main-Neckar-Bahn ausreichend an den Fernverkehr angebunden, zitiert Storm aus dem Schreiben. Diese Aussage könne er nicht nachvollziehen. Das sei eine Degradierung für den Darmstädter Bahnhof, der die zweitgrößten Fahrgastzahlen in Hessen aufweise.
Die Frankfurter Rundschau berichtet in ihrer heutigen Ausgabe, dass das Raumordnungsverfahren für die neue ICE-Strecke Frankfurt-Stuttgart in Hessen ein halbes Jahr länger als geplant dauert. Eigentlich sollte das Regierungspräsidium Darmstadt (RP) bis zum 15. Dezember seine Entscheidung vorlegen, welche der von der Bahn eingereichten fünf Varianten am besten geeignet ist. "Dieser Termin hat sich erledigt. Das ist auch der Bahn bewusst. Es wird Mai bis Juli 2004", sagt Bernd Rohrmann, Projektleiter für das Verfahren. Grund für die Verzögerungen seien Vogelschutzgebiete und Fauna-Flora-Habitatsgebiete, die Kommunen und Naturschutzverbände nachgemeldet hätten und die weitere naturschutzrechtliche Gutachten erforderlich machten. Die Bahn AG lasse diese Studien jetzt erstellen.
Am heutigen Donnerstag beginnt zudem die Anhörung zum Raumordnungsverfahren für die geplante ICE-Trasse in Baden-Württemberg. Für die Frage, ob die neue Schnellbahnstrecke über den Darmstädter Hauptbahnhof führt oder nicht, ist der Termin im Mannheimer Rathaus nicht von Belang.
Wie das Darmstädter Echo in seiner heutigen Ausgabe berichtet führt die Bahn entlang der Autobahn 67 zwischen auf einem 30km langen Teilstück zwischen Pfungstadt und Zeppelinheim derzeit Bodenuntersuchungen durch. Ziel dieses Erkundungsprogrammes ist es, Bodenkennwerte als Planungsgrundlage für die Trasse als auch für die durch die Neubaustrecke notwendig werdenden Bauwerke wie etwa Brücken zu erhalten.
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